Neue Aufführung des Theaters „Kaprizy“

Theater „Kaprizy, ein fester Mitglied der Deutschen Jugend aus Russland, hat erneut eine erfolgreiche Aufführung hinter sich gebracht. Die Aufführung fand am 15. November 2014 im Alten Feuerwehrhaus in Stuttgart statt. Dieses Mal wurde ein soziales Drama des jungen Dramaturgen Arseniy Vedenin „Mein liebster Freund“ interpretiert. Die jungen Talente haben unter der Leitung von Valentina Held sich mit dem Thema der Schizophrenie, vor allem jedoch nicht als Krankheitsbild, sondern als ein gesellschaftliches Problem, auseinander gesetzt. Die Beziehungen der Protagonisten in diesem Stück sind komplex und paradox, jedoch weitläufig bekannt. Es ist eine Geschichte über die Zerrissenheit der Seele, die ewige Suche nach Glück und Liebe, aber vor allem ist das eine Geschichte über jeden einzelnen von uns. Über die Menschen, denen die heutige Gesellschaft das „richtige“ Leben und das „wahre“ Lieben aufzwingt.

Fotos: Ilya Kreker, Anastasia Yanshina

Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen

Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen – Projekt “Förderung des demokratischen Weltbwusstseins bei jungen Menschen“.

Am 24. August im kleinen Kursaal Cannstatt um 18.00 Uhr präsentierten die Jugendliche aus der Ukraine und Deutschland gemeinsame Ergebnisse des gemeinsamen Seminars in Stuttgart in Form der Theateraufführung. In der zweiten Hälfte von August 2014 hatten die Jugendliche aus der Ukraine und Deutschland in Stuttgart eine Möglichkeit bei Diskussionsrunden und Workshops zu historisch-politischen Themen, die die deutsch-ukrainischen Beziehungen betreffen und bei Gruppenarbeit in Theaterworkshops teilzunehmen.

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Das Projekt wird gefördert im Programm „MEET UP! Deutsch-Ukrainische
Jugendbegegnungen“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung

13. „Lange Ost Nacht“

Am 26. Juli nahmen DJR e. V. und JuWelt e. V. an der 13. „Lange Ost Nacht“ in Stuttgart-Gablenberg teil. Ab 12 Uhr wurde die Gablenberger Hauptstraße gesperrt. Hier haben unsere Mädels und Jungs den Ordnungsdienst in Schichten gemacht, von 12 Uhr bis zur Mitternacht. Während auf der gesamten Straße geschraubt und gehämmert wurde, haben Mädels und Jungs die DJR/Juwelt-Bühne und Infostand aufgebaut. Und um 18 Uhr wurde das Fest auf unserer Bühne mit dem Auftritt der Tanzschule „Natali“ begonnen. Danach wurden Zuschauer und Schaulustige mit Live-Musik mehrere Stunden unterhalten.

ir freuen uns auf die nächste „Lange Ost Nacht „und möchten uns bei allen Teilnehmern für Ihr ehrenamtliches Engagement bedanken.

Jugendliche arbeiten freiwillig bei der DJR

freiwillig„Ich konnte die Armut bei der Schwäbischen Tafel nicht mehr sehen“, erzählt der 24-jährige Marvin (Name von der Red. geändert) aus Stuttgart. Er habe gehört, dass es bei der Deutschen Jugend aus Russland (DJR) nette Leute gäbe, und sich deshalb entschlossen seine Arbeitsstunden, zu denen er wegen achtmal Schwarzfahren verurteilt wurde, dort zu verbringen. Marvin hatte kein Geld für Fahrkarten, weil er obdachlos wurde. Mit 18 zog er bereits von den Eltern aus zu seiner Freundin nach Heilbronn. Dort fing er eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann an, brach diese nach einem Jahr aber wieder ab. Bei einer anderen Versicherung machte er vier Monate Ausbildung. Das Gymnasium beendete er bereits in der 11. Klasse. „Jugendliche arbeiten freiwillig bei der DJR“ weiterlesen

Lange Ost-Nacht: Musik für Jeden

Zum zwölften Mal fand die Lange Ost-Nacht im Stuttgarter Osten vom Schmalzmarkt bis zum Ostendplatz am 20.Juli statt. Zahlreiche Vereine, kulturelle Einrichtungen und Gastronomiebetriebe präsentierten sich dort von 18.00 Uhr bis spät in die Nacht. Auch die Deutsche Jugend aus Russland (DJR) und JuWelt waren mit einem Stand in der Gablenberger Hauptstrasse vertreten, direkt neben der Familie von Temel Kaya, die türkische Spezialitäten anbot. Eine große Bühne und Bänke zum Verweilen, lockten Zuschauer aus verschiedenen Nationen an. Ein Duo startete das Programm mit Musical-Liedern in Englisch und Deutsch sowie französischen Chansons. Die Sängerin erzählte, dass sie aus Russland komme und fragte, ob Russen im Publikum seien. Da klatschten viele laut und sie gab ein russisches Lied zum Besten.
Ernst Strohmaier, Leiter der DJR, trat auf die Bühne und fragte: „Von wo kommen Sie her?“. Die junge Frau antwortete spontan: „Wir sind hier um die Ecke in Gablenberg zuhause“. Als das Duo von der Bühne trat, entdeckte Strohmaier den Organisator der Langen Ost-Nacht Peter Metzler und die Bundestagsabgeordnete Karin Maag im Publikum und bat die beiden auf die Bühne. Strohmaier lobte die Arbeit von Metzler und verabschiedete die Bundestagsabgeordnete mit den Worten: „Eine Politikerin zum Anfassen“. Dann kündigte er die Tanztruppe Natalie an, die das Publikum mit russischen Folkloretänzen begeisterte.
Es folgte die DJR-Band Ili, mit sinnlichen deutschen Liedern, die an Xavier Naidoo erinnerten und brachte viele Zuschauer zum Stehenbleiben und Zuhören. Nebenbei engagierte sich die DJR auch für den Ordnungsdienst. Gabriel Kalus von der DJR übernahm die Aufgabe.

Der DJR kämpft um die Villa Berg


Wie eine Ruine ist die Villa Berg inmitten eines Parkes im Stuttgarter Osten von einem Bauzaun umkreist. Die großen Fenster im Erdgeschoß sind mit Brettern zugenagelt. Seit acht Jahren steht das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert leer. Das soll sich nun bald ändern. Noch vor der Sommerpause wird es im Gemeinderat einen Grundsatzbeschluß über die Zukunft der Villa Berg geben.
Am 15. Juli gab es dazu eine Protestaktion, die vom Verein „Deutsche Jugend aus Russland e.V“ (DJR) initiiert wurde. Mit Plakaten forderten zirka 60 Mitglieder des DJR vor der Villa zum Beispiel : „Keine geschlossene Gesellschaft“, „Die Villa den Bürgern“, „Die Schlösser dem Volk“. Ernst Strohmaier, Geschäftsführer der DJR, konfrontierte wortlaut die anwesende Stadträtin Monika Wüst und Vorsitzender der Grünen in Stuttgart Ost Brian Krause mit seinen Ideen für die künftige Nutzung der Villa. Besonders am Herzen lag ihm bei seiner Ansprache, dass die Bürger beteiligt werden, bevor Pläne für die Sanierung geschmiedet werden. Er warf der Stadträtin vor, dass es bereits Geheimverhandlungen zugunsten der Merz-Akademie und einem kommunalen Kino gegeben habe. Die Stadträtin verneinte dies vehement. „Lesen Sie erst einmal unsere Vorlage“, war ihr Vorschlag. „Erst einmal muß die Stadt die Villa kaufen und dann sanieren“, wiederholte sie mehrmals. Ansonsten würde der derzeitige Investor die historische Villa mit Luxuswohnungen sanieren. Ernst Strohmaier machte noch einmal deutlich, dass dies schon zu spät sei. Bereits vor der Sanierung müssten die Bürger, vor allem die in der Nähe wohnten, beteiligt werden. „Wer könnte sich vorstellen hier zu heiraten?“, fragte er spontan in die Runde. Zirka zwanzig Hände von meist Jugendlichen streckten sofort. Dementsprechend müsste die Konzeption der neuen Villa Berg offen für alle sein, betonte Strohmaier.